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9-mal Gold, 3-mal Silber, 5-mal Bronze und 18 Diplome holten die 39 Schweizer Berufsleute bei den Berufsweltmeisterschaften von letzter Woche, den WorldSkills 2013, in Leipzig ab. Davon entfallen 1 Silbermedaille und 2 Diplome auf die drei Schweizer Informatiker.

Alle zwei Jahre finden die WorldSkills statt, die Weltmeisterschaften der Berufswelt. Die Schweiz beteiligte sich an 39 von 44 Disziplinen bzw. Berufen. ICT-Berufsbildung Schweiz rekrutiert als nationaler Verband während zwei Jahren an den jährlichen Regional- und Schweizermeisterschaften drei junge Top-Leute, die in den Informatik-Disziplinen für die Schweiz an den Start gehen. In diesem Jahr waren das Jonas Wälter, Altstetten, Leica Geosystems AG, im Fach "IT Softwarelösungen für Unternehmen", Sharon Moll, Hinwil, ICFM AG, im Trade "Web Design" und Lukas Hubschmid, Effingen, Fachhochschule Nordwestschweiz, im Trade "Netzwerktechnik". Jonas Wälter hat den hervorragenden 2. Platz erkämpft. Und dies im international äusserst kompetitiven Bereich der Applikationsentwicklung! Der Netzwerkspezialist Lukas Hubschmid erhielt ein Diplom für den sehr guten 5. Platz und Sharon Moll im Bereich Web Design eines für den starken 12. Rang.

Kaum ein anderes Berufsfeld ist einem derart starken internationalen Wettbewerb ausgesetzt wir die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT). Für den Wirtschaftsstandort Schweiz ist die ICT einer der bedeutendsten Wettbewerbsfaktoren. Wir brauchen mehr denn je eine Spitzenausbildung um unser Wohlstandsniveau verteidigen zu können. Der von ICT-Berufsbildung Schweiz ausgewiesene ICT-Fachkräftemangel ist eine Bedrohung für unser Land. Die Schweiz braucht zusätzliche ICT-Lehrstellen. Die grösste Wirkung, um dem ICT-Fachkräftemangel entgegenzutreten, kann mit der Berufsbildung erzielt werden. Die Berufsbildung ist gleichsam Zubringerin für die höhere Berufsbildung und die Fachhochschulen, weshalb der Schaffung von zusätzlichen ICT-Lehrstellen die höchste Priorität zukommt. Das gesamte ICT-Ausbildungssystem, von der Lehre bis zur Hochschule, bringt jährlich rund 3‘900 AbgängerInnen hervor. Davon entfallen nur gerade rund 250 ICT-Abschlüsse auf die Universitäten und die ETH/EPFL. Diese Zahlen belegen eindrücklich die Bedeutung der Berufslehre; auch und insbesondere im Bereich der ICT.

Die Berufe der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) sind im Vergleich zu den meisten anderen Berufen sehr jung. Das Ausbilden von Informatikerinnen oder Mediamatikern hat deshalb in den meisten Unternehmen noch keine Tradition. Doch das Ausbilden von Informatikern und Mediamatikerinnen muss zur neuen Selbstverständlichkeit werden. Und das nicht nur bei IT-Unternehmen, sondern bei allen Unternehmen, die ICT einsetzen. Und das sind heute beinahe alle. Das Ausbilden von Spitzen-Fachkräften muss für die Informatik so selbstverständlich werden wie das bei den anderen Traditionsberufen mit GoldmedalliengewinnerInnen der Fall ist: Den Bauschreinern, den Carrosserielackierern, den Drucktechnologen, den Elektroinstallateuren, den Elektronikern, den Konstrukteuren, den Landschaftsgärtnern, den Plattenlegern und den Servicefachangestellten.

Im Jahr 2017 will ICT-Berufsbildung Schweiz die Zahl von total 10‘000 ICT-Grundausbildungsplätzen erreichen. Aber bereits im Oktober dieses Jahres programmieren wir anlässlich der nächsten ICT- Berufsschweizermeisterschaften unsere künftigen Weltmeister für die WorldSkills 2015 in São Paulo.

Quelle: Pressemitteilung ICT Berufsbildung Schweiz, 08.07.2013