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Mit lediglich 13% aller Absolventen stellen Frauen eine noch sehr kleine Gruppe innerhalb der Informatik dar. Als Massnahme gegen den Fachkräftemangel wollen ICT-Berufsbildung Schweiz und die ICT-Berufsbildung Bern in Zukunft Frauen vermehrt auf die Vorzüge einer Lehre in der ICT-Branche hinweisen. Auf dieser Seite werden Sie daher in naher Zukunft Erfahrungs- und Erlebnisberichte von verschiedenen erfolgreichen Frauen in technischen Berufen finden.


Die Netzwoche veröffentlichte im November-Newsletter die aktuellen Zahlen zum Thema Frauenanteil in der ICT.

Bericht auf der Netzwoche-Website
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Vom Ausbau eines Computers bis hin zur Entwicklung eigener Websites - das Spezialprojekt "Mädchen-Informatik-los!" begeistert die Schülerinnen seit Jahren und ermöglicht ihnen spannende Einblicke in das Berufsfeld der Informatik. Das Interesse der Mädchen und somit die Nachfrage nach Projektplätzen ist enorm.

Machen auch Sie mit und öffnen Sie am Nationalen Zukunftstag Ihre Türen!

Wecken Sie das Interesse der jungen Generationen für die Informatikbranche, wirken Sie dem Fachkräftemangel entgegen und profitieren Sie gleichzeitig von einer wirksamen Öffentlichkeitsarbeit.

Die Anzahl Schnupperplätze wird mit einem attraktiven Kurzbeschrieb und Ihrem Logo auf der Website des Zukunftstags ausgeschrieben. Falls Sie bereits ein Rahmenprogramm für die Kinder der Mitarbeitenden organisieren, ist der Mehraufwand für das Spezialprojekt gering.

Die Website des Zukunftstags zählt pro Monat 80‘000 Besucherinnen und Besucher. Somit ist sie die ideale Plattform, um Jugendliche auf die Ausbildungsmöglichkeiten in Ihrem Betrieb aufmerksam zu machen.

Melden Sie Ihren Betrieb noch heute an, unter:

Gerne unterstützen wir Sie telefonisch oder per Mail bei der Gestaltung Ihres Angebots. Kontakt: Isabelle Santamaria, Geschäftsführerin, Nationaler Zukunftstag, Telefon 041 710 40 06, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Foto: Markus Studer, gibb


In der IT-Branche arbeiten nach wie vor wenige Frauen. Und dies, obwohl die Informatik Berufe am Puls der Zeit bietet, die neben technischem Geschick auch Kreativität und Einfühlungsvermögen fordern – und erst noch vielfältige Karriereperspektiven eröffnen.

Informatiker sind mit vielen Klischees behaftet. Viele stellen sich einen IT-Arbeiter als isolierten Mann mit Brille vor, vornübergebeugt auf den Bildschirm starrend und kryptische Zahlenkombinationen in die Tastatur eintippend. Doch weit gefehlt – die Berufe in der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) bieten vielfältige Aufgaben, die neben technischen auch soziale Kompetenzen voraussetzen.


 

Der Verein ICT-Berufsbildung Bern setzt sich bereits seit der Gründung für die Förderung von Frauen in unseren Lehrberufen ein. Mit der aktuell tiefen Quote entgeht der ICT-Branche ein enorm grosses Potential und wir freuen uns über alle Initiativen unserer Lehrbetriebe, die bei diesem Thema ansetzen.

In der laufenden Woche wurde in verschiedenen Medien über die Gefahren der Digitalisierung für die Gleichberechtigung im Arbeitsalltag berichtet:

Wir sammeln daher gerne die verschiedenen Angebote unserer Mitgliedsfirmen und werden sie auf der Homepage publizieren. Melden Sie Ihre Angebote direkt an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Digital Days for Girls (Swisscom)

Du bist in der mobilen Welt zuhause, nutzt Internet und Social Media in deinem Alltag? Möchtest du Multimedia-Erfahrung sammeln oder Roboter programmieren und mehr über die ICT-Trends der Zukunft erfahren?

Probiere es aus: an den Digital Days for Girls bei Swisscom. Für drei Tage nehmen dich lernende Informatikerinnen und Mediamatikerinnen mit auf eine spannende Reise durch ihren Berufsalltag. Selbstverständlich erfährst du auch alles rund um die Berufslehre bei Swisscom.


Früher wollte Melanie Lehrerin werden, heute bildet sie Informatiklernende aus. Im Gymnasium haben sich ihre Interessen vom Pädagogischen zum Technischen verschoben. Sie wollte immer mit Menschen zu tun haben. Heute hat sie beides: sie gibt ihr Wissen an Jugendliche weiter. Mit der way-up-Ausbildung konnte sie schnell in den Berufsalltag und in die Praxis einsteigen. Später will sie an die Fachhochschule, um Informatik zu studieren.


Als ihr Grossvater eine Alarmanlage selber programmierte und ausbaute, war Jessica Storrer fasziniert. Sie besuchte einen Schnuppertag als Informatikerin und machte später die Ausbildung im ISCeco des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, wo sie heute für fünfzehn Lernende mitverantwortlich ist.

Als Informatikerin will sie wissen, wie die Informatiksysteme im Hintergrund funktionieren: "Wie kommt meine Mail von meinem PC auf das Handy meiner Kollegin?" Gefragt sind Leute, die selber mitdenken, Ideen einbringen und "immer noch etwas mehr machen, als der Auftrag eigentlich verlangt". Reizvoll findet Jessica Storrer, dass sie nie ausgelernt hat.

Was macht eine Informatikerin Systemtechnik? Sie baut Serversysteme auf und verbindet Netzwerke miteinander, sodass sich ein Mitarbeiter mit seinem Passwort überall in der Firma an einem PC einloggen kann. Die Netzwerke müssen gewartet werden. Einmal im Monat macht Jessica Storrer deshalb mit ihrem Team die Nacht zum Tag. Freitags ab 19 Uhr startet das "Wartungsfenster", das bis vier Uhr in der Früh dauern kann. Das System wird auf den neusten Stand gebracht, und Sicherheitslücken werden gedeckt. Hacker sollen keine Schwachstellen finden! Jessica erhält zehn Server zugeteilt. Der Server ist eine Maschine im Hintergrund, die dafür sorgt, dass alles rund läuft.

In der Informatik kann es auch mal hektisch werden. "Fällt das Intranet aus, sind wir alle am Rennen." Nicht zu Jessica Storrers Lieblingsbeschäftigungen gehört das Dokumentieren. In einem Handbuch wird genau festgehalten, wie das System funktioniert.

Für die vierjährige Ausbildung zur Informatikerin braucht es Interesse an IT und vernetztes Denken. "Man muss Zusammenhänge erkennen, Durchhaltewillen haben und Humor", schmunzelt Jessica Storrer. Längere Schnupperlehren sind in diesem Beruf selten. "Nutzt die angebotenen Infoveranstaltungen und Schnuppertage!", empfiehlt sie deshalb allen Interessierten.

Jessica Storrer

Publiziert im "berufswahl-info" der kantonalen Berufsberatung im Frühling 2014


Dank IT-dreamjobs.ch erscheint eine Zukunft in der Informatik für Roxane Kiefer und Anne von Bassewitz in einem ganz neuen Licht.

"Doch weshalb werden IT-Spezialisten seit Jahren in diese Ecke gestellt? Woher kommt diese Wahrnehmung des Berufsstands in der Gesellschaft? Anne von Bassewitz und Roxane Kiefer sind sich einig: In der Schule wird das völlig falsche Bild vermittelt. Der Informatikunterricht sei im Wesentlichen nichts anderes als ein Microsoft-Office-Kürsli, das Schülerinnen und Schüler nicht ernst nehmen würden."


Noemi Stucki ist fasziniert von einer Maschine, «die gerade mal Null und Eins unterscheiden kann»: dem Computer. Zurzeit studiert sie an der Fachhochschule Bern Informatik. Dass es in ihrem Beruf kaum Frauen gibt, erklärt sie mit falschen Vorstellungen und fehlenden Vorbildern.

Sie sind Informatikerin EFZ, absolvieren den Fachhochschulstudiengang "Bachelor of Science Informatik" und beschäftigen sich auch in der Freizeit mit Computern. Sind Sie das, was man gemeinhin als Computerfreak bezeichnet?

Das klingt aber sehr negativ... (lacht). Klar beschäftigte ich mich viel und gerne mit Computern – nicht nur beruflich. Trotzdem gehöre ich nicht zu jenen Menschen, die ständig vor irgendeinem Bildschirm sitzen und irgendwelche Games spielen. Für mich ist der Computer ein Arbeitsinstrument und ein wichtiges Hilfsmittel im Alltag.

Was fasziniert Sie an der Informatik?

Mich fasziniert, dass eine an sich primitive Maschine, die gerade mal Null und Eins unterscheiden kann, zu solchen Höchstleistungen fähig ist. Heute gibt es kaum noch einen Lebensbereich, indem wir nicht auf den Computer angewiesen sind.

Woher rührt Ihr Interesse an der Informatik?

Mein Vater ist Informatikingenieur und berät auch privat viele Leute bei Fragen rund um die Informatik. So konnte ich schon als Kind mithelfen, Computer aufzusetzen oder Geräte zu reparieren. Meine Neugier wuchs und so entstand der Wunsch, genau zu verstehen, wie dieses Ding funktioniert. Deshalb habe ich mich für eine berufliche Grundbildung als Informatikerin entscheiden.

Stellen wir eine Behauptung auf: Informatiker/-innen sind Mathematikgenies, Logikfreaks und Eigenbrötler, die lieber alleine als im Team arbeiten. Richtig oder falsch?

Falsch. An der Berufsmaturitätsschule habe ich mich in Mathe eher schwer getan. Und was Logik und Eigenbrötlerei betrifft: Ich spiele weder Schach noch ziehe ich einen Abend vor dem PC einer guten Party vor. Informatiker/-innen sind ganz normale Menschen. Das Klischee, das immer wieder gezeichnet wird, trifft nur in Ausnahmefällen zu. Noch eine Bemerkung zur Teamarbeit: Ohne sie läuft gar nichts in der Informatik. Die meisten Aufgabenstellungen sind so komplex, dass sie alleine gar nicht zu bewältigen sind. Soziale und kommunikative Kompetenzen sind daher zentral in unserem Beruf.

Viele junge Frauen machen aufgrund der genannten Vorurteile einen Bogen um die Informatik. Das Resultat: Nur dreizehn von hundert Informatikberufsleuten in der Schweiz sind Frauen. Was lässt sich dagegen tun?

Wichtig ist, dass wir den interessierten jungen Frauen ein realistisches Berufsbild vermitteln. Rechnen ist nicht die entscheidende Disziplin in diesem Beruf. Und man verbringt auch nicht mehr Zeit vor dem Bildschirm als jemand, der eine kaufmännische Grundbildung macht. Wir haben viele Sitzungen und müssen auch mal an der Hardware arbeiten.

Fehlen den jungen Frauen einfach die Vorbilder – Vorbilder wie Sie?

Sicher. Aber ich bin gerne bereit, in Schulen zu gehen und den jungen Frauen zu erzählen, worauf es in meinem Beruf wirklich ankommt. Ich wäre damals froh gewesen, mir hätte jemand gesagt, das Mathe nicht so entscheidend ist. Klar ist: Frauen sind für die Informatik genau so geeignet wie Männer – oder vielleicht noch besser, weil sie vernetzter denken.

Was empfehlen Sie jungen Frauen, die mit einer Informatikausbildung liebäugeln, sich diese aber nicht zutrauen?

Sie sollen die Vorurteile über Bord werfen und sich ein eigenes Bild des Berufs machen, indem sie in verschiedenen Betrieben schnuppern und mit Berufsleuten reden.

Sie haben die berufliche Grundbildung als Informatikerin EFZ bei der Schweizerischen Post absolviert. Hatten Sie als Frau einen Vorteil bei der Lehrstellensuche und während der Ausbildung?

Bei der Vergabe der Lehrstellen werden alle gleich behandelt. Man muss das Anforderungsprofil erfüllen, Punkt. In der Ausbildung haben mich die ausschliesslich männlichen Kollegen hervorragend aufgenommen. Man hat mir nie das Gefühl gegeben, als Frau für diesen Beruf ungeeignet zu sein – im Gegenteil.

Im Rahmen der Ausbildung haben Sie den Lernenden-Award der Post sowie eine nationale Auszeichnungen für eine der zehn besten Abschlussarbeiten gewonnen. Was bedeuten Ihnen diese Erfolge? Ich habe weder die eine noch die andere Auszeichnung erwartet und bin entsprechend stolz – insbesondere auf den Lernenden-Award, weil er neben der fachlichen Leistung auch Motivation, Engagement und Sozialkompetenz bewertet. Beide Auszeichnungen geben Selbstvertrauen und motivieren mich, im Beruf weiterhin Vollgas zu geben.

Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach dem Studium?

Ich habe noch keine konkreten Pläne. Vermutlich werde ich mich auf Sicherheitsfragen spezialisieren, also auf die Abwehr von Viren und Hackerangriffen. Klar ist: Mein Studium eröffnet beste Aussichten. Die Unternehmen reissen sich um Studienabgänger/-innen.

Noemi Stucki

Noemi Stucki (21) hat ihre berufliche Grundbildung als Informatikerin mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ), Fachrichtung Systemtechnik, im Sommer 2012 abgeschlossen. Ihre Ausbildung hat sie bei der Post CH AG absolviert und dabei den Lernenden Award für besonderes Engagement sowie eine Auszeichnung der ICT Berufsbildung für eine der zehn besten Informatik-Facharbeiten der Schweiz 2012 gewonnen. Zurzeit absolviert Noemi Stucki an der Berner Fachhochschule in Biel den Bachelor of Science in Informatik.

Das Interview wurde erstmalig im espace einsteiger (externe Seite) publiziert, Autor: Rolf Marti (externe Seite).


Auf der Homepage der Berufsberatung finden interessierte Schülerinnen und deren Eltern ab sofort spannende Links und Informationen zu den MINT-Berufen.

"Wer MINT hört, denkt wahrscheinlich zuerst an Pfefferminze. Doch in den sogenannten MINT-Berufen arbeiten nicht etwa Kaugummiproduzentinnen oder Minzepflanzer, sondern Leute, die bei der Arbeit oft mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu tun haben."


Der Branchenverband ICT-Berufsbildung Schweiz hat im vergangenen November die besten Junginformatikerinnen und -informatiker des Landes ausgezeichnet. In der Kategorie "praktische Abschlussarbeit" gewann Anna Veraguth aus Reutigen.

Seit diesem Sommer sind Sie Informatikerin EFZ. Was gab den Ausschlag für Ihre Berufswahl?

Auf die Informatik bin ich über mein Hobby, die Tierfotografie, gestossen. Ich wollte meine Bilder einem grösseren Publikum zeigen. Also begann ich, Websites zu programmieren. Dabei ist mein Interesse für die Informatik erwacht. Es ist also nicht so, dass ich bereits als Kind Computer seziert oder Netzwerke gebaut hätte – was ich bis heute nicht tue. Mich fasziniert die kreative Seite meines Berufs, das Gestalten und Programmieren.

Sie waren bei Lehrbeginn 22 Jahre alt. Was haben Sie zwischen Schulende und Lehrbeginn gemacht?

Ich habe die Quarta und die Tertia des Gymnasiums absolviert – aber ich war wohl nicht der Typ dafür. Ich wollte arbeiten. Also habe ich mich mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen. Mein Freund hat mich schliesslich motiviert, eine Informatiklehre zu machen. Eigentlich glaubte ich mich schon zu alt dafür... (lacht)

Als Frau sind Sie in der Informations- und Kommunikationstechnologie eine "Exotin" – auf hundert Berufsleute kommen gerade mal dreizehn Frauen. Wie erklären Sie sich das?

Viele Frauen denken, Informatik sei etwas für "Nerds" – Fachidioten und Einzelgänger, welche in einsamen Kellerräumen Computer auseinanderschrauben oder programmieren. Das ist ein komplett falsches Bild! Informatik bedeutet Kommunikation und Teamarbeit. Wer die Probleme seiner Kunden nicht versteht, kann ihnen keine Lösungen bieten. Und intelligente Lösungen entstehen in der Regel im Team. Der Beruf ist auch weit weniger technisch als gemeinhin angenommen. Wer wie ich in der Applikationsentwicklung tätig ist, hat mit Hardware, Kabel und Co. wenig zu tun.

Wie müssen Frauen angesprochen werden, damit sie sich vermehrt für Informatik interessieren?

Man muss ihnen sagen, dass Informatikerin ein kreativer und kommunikativer Beruf ist, dass die Arbeit gut bezahlt wird und dass Teilzeit- und Telearbeit möglich sind – was im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig ist.

Wie steht es mit Mathematik? Sie schreckt viele Frauen ab.

Wer in der Sekundarschule ein 4,5 oder 5 in Mathematik hat, dürfte in der Berufsfachschule keine Probleme haben. Wichtiger ist jedoch die Fähigkeit zum abstrakten Denken. Schliesslich gilt es, ein reales Problem in die abstrakte Sprache des Programmierens zu übersetzen.

Was empfehlen Sie jungen Frauen, die mit einer Informatikausbildung liebäugeln, sich diese aber nicht zutrauen?

Sie sollen schnuppern gehen. Einige Betriebe bieten eigens Schnuppertage für Frauen an, zum Beispiel das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation. Und sie sollen einen Eignungstest machen. Vielleicht werden sie wie ich überrascht sein vom Resultat. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich den Test bestehen würde.

Wie erleben Sie den Arbeitsalltag: Haben Sie als Frau einen Vorteil, einen Nachteil oder spielt das Geschlecht keine Rolle?

Ich erlebe weder Bevorzugung noch Diskriminierung. Bei uns zählt die Leistung, nicht das Geschlecht.

Sie haben den "ICT Young Professional Award 2012" für die beste praktische Abschlussarbeit gewonnen. Worum ging es in dieser Arbeit?

Ich habe während meiner Lehrzeit am Projekt "e-dec" der Eidgenössischen Zollverwaltung mitgearbeitet. "e-dec" verarbeitet pro Tag gegen 200 000 Zolldeklarationen und enthält einen Algorithmus zur Fehlererkennung. Ich habe ein Instrument entwickelt, mit welchem man die Regeln zur Fehlererkennung einfacher verwalten kann.

Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Ich bin sehr stolz und hätte nie damit gerechnet. Immerhin wurden rund 2000 Arbeiten bewertet.

Mit dem Abschlusszeugnis und dem Award stehen Ihnen viele Wege offen. Wie sieht Ihre berufliche Zukunft aus?

Ich habe bei der Firma A.P. Kern in Uetendorf eine Anstellung gefunden, bei der ich viel Neues dazulerne. Wir entwickeln Software für das Gesundheitswesen. Vielleicht werde ich in ein paar Jahren im Rahmen der Höheren Berufsbildung den Fachausweis als Informatikerin machen. Vorerst möchte ich aber ein paar Jahre Berufserfahrung sammeln.

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Anna Veraguth (26) ist seit diesem Sommer Informatikerin mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ), Fachrichtung Applikationsentwicklung. Ihre Lehrstellensuche verlief problemlos (zwei Bewerbungen, zwei Zusagen). Die Ausbildung hat sie beim Bundesamt für Informatik und Telekommunikation absolviert. In der Freizeit beschäftigt sich Anna Veraguth mit ihren zwei Ponys, mit der Fotografie (www.horse-art.ch) und dem Programmieren von Websites. "Mir macht es einfach Spass, Ideen umzusetzen", sagt die junge Frau.

Das Interview wurde erstmalig im espace einsteiger (externe Seite) publiziert, Autor: Rolf Marti (externe Seite).


Ausgehend von der Feststellung, dass in der Schweiz der Anteil der Frauen in der Berufslehre Informatik sehr tief ist, hat diese Arbeit das Ziel, der Frage nachzugehen, warum dies so ist.

Haben Informatikerinnen das falsche Geschlecht?

Als Arbeitshypothese wurde angenommen, dass ein Grund für diesen tiefen Anteil in der Selbstdarstellung des Berufes zu suchen ist. Daher bildete die Analyse des vermittelten Berufbildes den Schwerpunkt der Arbeit. Die Arbeit kommt zum Schluss, dass die meisten Informationsmittel den Gender-Aspekten genügen, auch wenn der Beruf oftmals etwas trocken dargestellt wird.

Wichtiger ist jedoch die Feststellung, dass die Eliten in der Schweiz anders noch als vor wenigen Jahren dem Thema heute kaum mehr Beachtung schenken. Der Abbau von Förderungsmassnahmen hat zu einem Rückgang von jungen Frauen in diesem Beruf geführt. Aus Sicht des Autors haben strukturelle Massnahmen wie ein Basislehrjahr für Frauen mehr Einfluss auf den Anteil von Frauen in diesem Beruf als gezielte Werbemassnahmen.

Autor Hans Engler
ISBN 3639433777
Verlag AV Akademikerverlag

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